Die vier Verdrehtheiten nennt man in Pali vipallāsa und sie bilden einen Teil der falschen Ansicht. Aus den vier Edlen Wahrheiten kennen wir die rechte Ansicht, des Edlen Achtfachen Pfades. Um diese rechte Ansicht zu erlangen, müssen wir uns mit den vipallāsa auseinander setzen und sie in der Praxis einsehen.

1. Das was anicca ist, als nicca ansehen;
2. Das was dukkha ist, als sukkha ansehen;
3. Das was anattā ist, als attā ansehen;
4. Das was asubbha ist, als subbha ansehen.

In der Praxis geht es darum, das erste und die Hälfte des zweiten khanddha dahingehend zu untersuchen, ob sie, wie wir es glauben, nicca, sukkha, attā und subbha sind, oder das Gegenteil. Es geht dabei darum, dass wir uns selbst überzeugen und das geht nur durch wiederholte, praktische Arbeit. Das erste khanddha ist der Fleischkörper mit den fünf körperlichen Sinnen (Sehen, Riechen, Hören, Schmecken und Tasten) und aus dem zweiten khanddha untersuchen wir die körperlichen Gefühle.

Wenn immer wir unseren Körper anschauen, suchen wir darin entweder die Beständigkeit oder die Unbeständigkeit, dukkha oder das Glück, das Selbst, das Nicht-Selbst, das Schöne/Reine oder das Unschöne/Unreine. Es ist zu empfehlen, eines herauszupicken und während der Untersuchung nur das eine zu suchen. Nach einiger Zeit der Praxis merken wir, ob wir eher ein anattā-Typ sind, oder uns anicca mehr anspricht. Keinesfalls vergessen dürfen wir asubbha, den die Praxis der asubbha ist zentraler Bestandteil im Walddhamma.