Anicca korrekt oder sinnvoll zu übersetzen ist unmöglich, da es zwei verschiedene Komponente enthält. Die erste ist, dass alles was entsteht, auch wieder vergehen wird. Alles was entsteht, entsteht auf Grund einer Bedingung. In diese erste Komponente gehört auch mit rein, dass alles was geboren wird, auch wieder sterben muss. Zweitens, alles was entsteht, wandelt sich dauernd. Es gibt nichts, was konstant bleibt.

Wir können anicca also als ganzen Satz so übersetzen: Alles was entsteht, wird sich dauernd verändern und muss letztlich vergehen.

Für uns Buddhisten die praktizieren wollen bedeutet der weise Umgang mit anicca, dass wir unsere fünf khandha auf nicca und auf anicca untersuchen. Als khandha kennen wir:

  1. Körper mit den fünf körperlichen Sinnen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten)
  2. Gefühle, entweder körperliche oder geistige Gefühle
  3. Erinnerung und Assoziation
  4. Gedanken (mit dem Denken als sechsten Sinn)
  5. Bewusstsein

Da die Praxis bis hin zum anagāmi die Untersuchung des Körpers und der körperlichen Gefühle beinhaltet, bleiben wir bei diesen zwei khandha. Dazu nehmen wir den Körper auseinander und schauen, ob die Einzelteile nicca oder anicca sind. Bei den körperlichen Gefühlen machen wir genau das Selbe.