Es gibt vier Stufen der Erwachung. Die erste Stufe nennt sich Stromeintritt, die zweite die Stufe des Einmalwiederkehrers, die dritte die Stufe des Nichtmehrwiederkehrers und die vierte Stufe ist jene des vollkommen Erwachten. 

Der Grund, weshalb wir nicht vollkommen erwacht sind ist, dass wir uns an zehn Fesseln gebunden haben. Es gibt fünf niedere und fünf höhere Fesseln. Damit wir in den Strom eintreten können, müssen wir die ersten drei niederen Fesseln lösen. Es sind dies: 

1. sakkāya-ditthi, der Glaube, Ich bin mein Körper
2. vicikicchā, der Zweifel
3. sīlabbata-parāmāsa, das Nichteinhalten der fünf sīla und das Überbewerten von Riten und Regeln

Um auf die zweite Stufe zu gelangen und Einmalwiederkehrer zu werden, müssen wir die vierte und fünfte niedere Fessel zu 50% überkommen.

4. kāma-rāga, die Gier
5. vyāpāda, der Hass

Für Laien, jene welche im weltlichen Leben verbleiben wollen, weil die Anhaftung an Familie, Freunde, Haus, Beruf, ... stärker ist als der Wunsch nach Befreiung, ist hier Schluss. Ihr könnt in den Strom eintreten und Ihr könnt Einmalwiederkehrer werden, weiter kommt ihr dann aber nicht.

Der Vollständigkeit halber beschreibe ich den ganzen Weg zu nibbāna.

Der Nichtmehrwiederkehrer hat die vierte und fünfte niedere Fessel gänzlich überwunden. Das bedeutet, erst der anāgāmi hat Gier und Hass gänzlich aus seinem citta entfernt. Da Gier und Hass mit dem Körper verbunden sind, werden wir solange wiedergeboren, bis Gier und Hass überkommen sind. Das hat zur Konsequenz, dass wir uns in unserer täglichen Praxis einzig und alleine mit dem Körper befassen müssen. Die geistigen khandha untersucht nur der anāgāmi um die fünf höheren Fesseln zu lösen und die sind:

1. rūpa-rāga, Begehren nach Feinstofflichkeit
2. arūpa-rāga, Begehren nach Unkörperlichkeit
3. māna, Dünkel
4. uddhacca, Rastlosigkeit
5. avijjā, Unwissenheit