Sobald wir in der Ruhemeditation mindestens zehn Minuten mit unserem Gewahrsein beim Meditationsobjekt verweilen können, ist es an der Zeit, mit der Einsichtsmeditation zu beginnen. Priorität soll aber weiter die Ruhemeditation geniessen. Das heisst, dass wir nur an Wochenenden oder bei mehrtägigen Retreats Einsichtsmeditation machen und auch dann erst, wenn sich unser Geist soweit beruhigt hat, dass wir ohne Unterbrechung für zehn Minuten bei unserem Meditationsobjekt bleiben.

Die ersten Schritte in der Einsichtsmeditation beziehen sich auf die fünf äusseren Körperteile. Das Kopfhaar, das Körperhaar, Zähne, Nägel und die Haut. Wir erzeugen von einem dieser Körperteile ein geistiges Bild, welches wir dann auf die drei universellen Merkmale (anicca, anattā, dukkha) und auf asubbha untersuchten. Einsehen wir die Dinge wirklich sind bedeutet, dass wir beispielsweise ein Haar uns ansehen. Ist es konstant oder unkonstant? Ist ich, mir, mein? Bin ich dieses Haar? Was an diesem Haar erzeugt Glück? Ist es rein oder unrein? Auf diese Art und Weise beginnen wir das Dhamma (hier die wahre Natur) des Körpers zu erkennen.

Diese Übung machen wir so lange, bis unser Herz die Wahrheit über die fünf äusseren Körperteile erkannt hat.