Eine weitere Übung der Körperuntersuchung ist das Zerlegen und wieder Zusammensetzen. Wir setzen unseren Geist zur Ruhe und beginnen dann, den Körper in seine Einzelteile zu zerlegen. Wir nehmen den Kopf ab und legen ihn vor uns hin. Dann nehmen wir die Arme weg, die Beine weg und zuletzt legen wir den Torso vor uns hin. Wir sind hier, der Körper liegt in sechs Teilen vor uns. Dann setzen wir ihn wieder zusammen.

Das üben wir so lange, bis wir ein recht klares Verständis haben, dass wir auf keinen Fall der Körper sind, da wir ja hier, der Körper dort ist. Dann zerlegen wir den Körper in viele Teile. Wir ziehen ihm die Haut ab, oder wir sägen ihm die Hände weg. Mal legen wir alle Teile ordentlich vor uns aus, mal schmeissen wir alles auf einen Haufen. Dann setzen wir ihn wieder fein säuberlich zusammen. Das machen wir so lange, bis wir beim Absägen eines Körperteils die unangenehmen Gefühle des Körpers wahrnehmen. So lange, bis der Schmerz in der Hand spürbar ist, obwohl sie vor uns liegt. Wir sind hier, die schmerzende, abgesägte Hand liegt vor uns.

Nicht verzagen, diese Übung braucht 'unendlich' viel Zeit und Geduld. 

Wir können auch ein einzelnes Körperteil entfernen und aufschneiden, so dass wir beispielsweise die Funktionsweise des Herzens einsehen können.

Eine andere Abwandlung der Übung ist, dass wir den Körper ab und an mal falsch zusammen setzen und uns dann dieses 'Meisterwerk' anschauen.

Bitte vergesst nicht, dass nicht das Ich, nicht der Verstand, nicht die Gedanken verstehen müssen, sondern unser Herz. Wir müssen unserem Herzen aufzeigen, an was es anhaftet.