Der Weg der Befreiung beginnt mit dem ersten khandha, dem Körper. Bitte versucht gar nicht erst, den Geist (die anderne vier khandha) zu untersuchen. Unser Geist ist noch viel zu langsam, trägt mit dem Körper einen viel zu grossen Balast mit sich rum, als dass wir den Geist auch nur minimal erfolgreich untersuchen können.

Die fünf niederen Fesseln (samyojana) beinhalten alle den Körper und nicht den Geist. Erst wenn wir uns von den fünf niederen Fesseln befreit haben und anāgāmi (dritte Stufe des Erwachens) geworden sind, untersuchen wir den Geist und lösen die fünf höheren Fesseln. Wir müssen das klar verstehen, denn ansonsten erkennt unser Geist irgendetwas, bildet sich eine falsche Ansicht und anstatt auf dem Weg zur Befreiung zu marschieren, kommen wir auf Abwege. Klar ist die Körperuntersuchung nicht angenehm, dabei kann es sogar zu grossen Hassausbrüchen kommen. Aber da müssen wir durch, vor allem da Fessel vier und fünf Gier und Hass sind. Gier und Hass beruhen auf unserem Körper und auf unserer Ansicht dieses Körpers.

Im folgenden stelle ich drei Übungen der Körperuntersuchung vor. Wir können diese Übungen 1:1 durchführen, was vor allem am Anfang zu empfehlen ist. Im fortgeschrittenen Stadium können wir sie als Grundgerüst nehmen und sie verändern, verschärfen, ausbauen, ganz so, wie es uns beliebt. Spielt mit diesen Übungen, testet, forscht und reflektiert Eure Ergebnisse, das lässt paññā entstehen.

Wenn ihr das Glück habt, dass ihr bereits ins upacāra-samādhi reinkommt und sich der Geist aus dem Körper zurückzieht, dann werden die Übungen in diesem Vertiefungszustand durchgeführt.

Körperuntersuchung 1

Körperuntersuchung 2

Körpernutersuchung 3